Soloausstellung von Tina Oelker: In der Cramer Wohnvilla
Soloausstellung von Tina Oelker: In der Cramer Wohnvilla
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In der Cramer Wohnvilla

Soloausstellung von Tina Oelker

Es gibt was Neues in der Cramer Wohnvilla in der Osterstraße: Design-Liebhaber und Kunstinteressierte können in der Galerie O B E N im Untergeschoss ab sofort die Soloausstellung der Künstlerin Tina Oelker bewundern. Wir laden Sie herzlich ein, mal vorbeizuschauen und sich inspirieren zu lassen. Wer vorher noch etwas mehr über die Künstlerin erfahren möchte und welche Rolle der Feldhase in ihrem Leben spielt, den könnte das nachfolgende Interview sehr interessieren.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit Kunst und was hat Sie damals dazu gebracht, Künstlerin zu werden?

Tina Oelker: Die Kunst ist in meiner Wahrnehmung seit Kindesbeinen präsent. Ich wuchs in einer eher bedrohlichen und komplexen Umgebung auf, sodass ich mich in eine abstrakte Welt zurückzog. Das Zeichnen blieb meine Ausdrucksform, bis ich in meiner Heimatstadt Hamm-Westfalen im Alter von 15 Jahren in moderner Malerei unterrichtet wurde. Kurz darauf lernte ich den italienischen Avantgardisten Federico Schiaffino kennen und durfte mit ihm und seiner Familie regelmäßig in Portofino arbeiten. Nach dem Abitur entschied ich mich in New York City zu studieren, wo ich Unterricht für Illustration an der School of Visual Arts und Malerei an der Art Students League nahm. 1995 zog es mich nach Hamburg. Die Kunst war durchgehend mein Antrieb, ich verstehe sie als Form der Wahrnehmung und ganzheitlichen Ausdrucksform in einer sich stets wandelnden und komplexen Welt.

Den Namen „Tina Oelker“ verbinden viele erstmal mit den Hasen. Was ist die Geschichte dahinter?

Tina Oelker: Der Hase als Motiv in der Kunst war in der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg mein Diplom Thema. Der wilde und freie Feldhase kam mir 2001 in den Sinn und sollte mein ständiger Begleiter sein. Die griechische Mythologie hat mich seit meiner Jugend fasziniert, wo der Hase bereits Attribut der Liebesgöttin Aphrodite ist und als Dreifachhasenbild für den Hermaphroditos (gleichgeschlechtliches Wesen) steht. 2007 entschied ich mich sehr spontan, tausend Hasen zu malen, was bereits während der Entstehung für Aufruhr sorgte. Das Projekt „1000 Hasen - limited edition“ und die „Hasenmanufaktur Hamburg" an den Landungsbrücken brachte mich selbst in ständigen Austausch mit der Gesellschaft. Der Hase schaffte es, die Aufmerksamkeit der Menschen auf vielfache Weise auf die Malerei zu lenken. Für mich ist er daher auch ein Vermittler, ein fruchtbares Symbol für den Wechsel der Gesprächs- und Wahrnehmungsebene. "Der Hase ist der springende Punkt.“ Dieses Jahr habe ich das Buch „Von Hasen und Göttern“ in einer 300er Auflage im Selbstverlag herausgebracht. 320 Seiten zeigen, wie der Feldhase und die griechische Mythologie in meiner Arbeit eine Rolle spielen.

Soloausstellung von Tina Oelker
Das Motiv des Feldhasen ist ein ständiger Begleiter von Tina Oelker.

Was gefällt Ihnen an der Cramer Wohnvilla als Ausstellungsfläche für Ihre Werke?

Tina Oelker: Die 7 Ebenen (Räume) der Galerie O B E N im Untergeschoss der Cramer Wohnvilla, in die mich Christian Cramer diesen Sommer führte, war zunächst eine rohe Skulptur, der neues Leben eingehaucht werden sollte. Die Vitalität, das starke und zugleich sensible Farbenspiel des Interieurs in der Wohnvilla, das Gesamtbild des Hauses stimmte mit meinem Farbspektrum überein. Nach und nach entwickelten wir gemeinsam ein Ausstellungskonzept, welches trotz der unterliegenden Etage der Ebene der Kunst dient und ebenso das Niveau des Hauses erweitert. Da der Übergang von Design und Kunst zwar fließend ist, jedoch das eine dem anderen nicht unterliegen darf, ist diese Ausstellung für mich auch ein Experiment. Die Frage stellt sich natürlich, wie der Besucher auf die Kunst reagiert, der nach einem Sofa oder einer Lampe Ausschau hält und unvorbereitet in die Ausstellung gerät. Inwiefern ist man in der Lage und willens, sich auf die Intensität der Malerei einzulassen, die sich für manche überraschend offenbart?

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Auch die Werke Apollon (l.) und Amphore (r.) können Sie in der Galerie O B E N bestaunen.

Welches Möbel-Design fasziniert Sie besonders?

Tina Oelker: Während der Vorbereitungen der Ausstellung und der vielen Termine mit Ausstellungsbesuchern kam ich immer wieder in den Genuss der stets wandelnden Zusammenstellungen von Farben und Formen, Kompositionen des Interieurs, neuer Möbel und Geschichten der Designer. Ich bin oft fasziniert von bewussten und nachhaltigen Ideen, intelligenter Umsetzung und Anwendbarkeit, die manche Designer wie Magis hervorbringen, deren Ergebnisse ich in der Cramer Wohnvilla kennenlernen durfte. Zugegebener Maßen bin ich ein Fan von Walter Gropius und saß schon oft und lange auf dem F51 Sessel. Ich schaue bei jedem Besuch bewusst auf das Mobiliar und nehme mir Zeit für den sinnlichen Genuss anders zu sitzen.

Mehr über Tina Oelker und Ihre Werke erfahren Sie auf Ihrer Website www.tinaoelker.com. Oder Sie schauen einfach mal in der Wohnvilla vorbei für eine exklusive Tour durch die Galerie O B E N!

Soloausstellung von Tina Oelker
Das Buch 'Von Hasen und Göttern' kann in der Cramer Wohnvilla erworben werden.
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