Der Bibendum Sessel von Eileen Gray aus dem Jahr 1926 zählt zu den prägendsten Entwürfen der Design-Geschichte. Mit seiner skulpturalen Form und den markanten, üppig gepolsterten Ringen verkörpert er wie kaum ein anderes Möbel den nonkonformistischen Geist der Moderne.
Seinen Namen trägt der Sessel Bibendum direkt nach dem bekannten Michelin-Männchen. Eileen Gray ließ sich bei ihrem Entwurf von dessen runder, freundlicher Erscheinung inspirieren und übernahm nicht nur die Formidee, sondern auch den Namen. „Bibendum“ geht ursprünglich auf den lateinischen Trinkspruch „Nunc est bibendum“ zurück, wörtlich übersetzt „Jetzt lasst uns trinken“, aus einer Ode des Dichters Horaz. Michelin machte daraus seinen berühmten Werbeslogan, der sinnbildlich dafür steht, wie Reifen Hindernisse „schlucken“ und Unebenheiten abfedern.
Konstruktiv basiert der Bibendum auf einem verchromten beziehungsweise vernickelten Stahlrohrgestell, das die klare, architektonische Linie des Entwurfs unterstreicht. Im Inneren sorgt ein stabiler Holzrahmen mit Gurtunterfederung für Komfort und Langlebigkeit, während die großzügige Polsterung dem Sessel seine weiche, einladende Wirkung verleiht. Die Kombination aus industriell anmutendem Stahlrohr und üppiger Polsterform war zur Entstehungszeit revolutionär und steht exemplarisch für Grays innovativen Umgang mit Material und Raum.
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